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Ende 2017 war die Geburtsstunde der ASK Sprechstunde, der ersten Nachsorgesprechstunde für krebsbetroffene Jugendliche und junge Erwachsene zu den Themen Körper, Sexualität und Fruchtbarkeit in der Schweiz, mit dem Ziel, eine wichtige Versorgungslücke zu schliessen.

Wie kam es dazu?

Viele Jahre hat Astrid Ahler als Kinderwunschspezialistin am Universitätsspital Basel und UKBB Patient:innen mit Krebserkrankungen zur Anlage einer Fertilitätsreserve beraten und sie nach der Therapie in der Kinderwunschsprechstunde betreut. Oft wird während der Krebstherapie zwar erwähnt, dass die Fruchtbarkeit beeinträchtigt werden kann, aber in der Nachsorge wird das Thema selten systematisch aufgegriffen. So wird manchmal die Gelegenheit verpasst, Eizellen oder Samenzellen nach der Therapie einzufrieren.

Junge Krebsbetroffene haben zudem Schwierigkeiten, romantische und intime Beziehungen einzugehen, da Erkrankungen und Therapien den Körper verändern. Besonders in der Pubertät fällt es schwer, sich mit diesen Veränderungen wohlzufühlen. Isolation von Gleichaltrigen und fehlende Austauschmöglichkeiten verstärken das Gefühl, nicht genug zu sein. Obwohl in der Nachsorge der Körper im Fokus steht, wird selten gefragt, wie es sich anfühlt, in diesem Körper zu leben.

Gemeinsam mit Tamara Diesch, leitende Ärztin der Hämatologie/Onkologie am UKBB, gründete Astrid Ahler die ASK Sprechstunde, um eine ganzheitliche Betreuung von Krebsbetroffenen anzubieten.

Der Ausbau zum justASKus Projekt:

Das Angebot wurde gut angenommen, und die meisten Patient:innen kamen zunächst mit Fragen zur Fruchtbarkeit. Viele stellten auch Fragen zu Körperveränderungen und dem Umgang mit Sexualität. Die Sprechstunde lief jedoch nur schleppend an, und es war schwierig, Krebsbetroffene zu erreichen. Neben der Coronapandemie waren die weiten Anfahrtswege nach Basel oder Olten ein Problem. Es wurde klar: Es braucht mehr! Wir entwickelten eine leicht zugängliche Plattform mit Informationen und Austauschmöglichkeiten, um erste Antworten zu geben. Besonders wichtig ist der körperbezogene Ansatz, um den Körper wieder zu spüren und Vertrauen zu entwickeln. Daraus entstand die Idee zu Workshops.

Ausserdem wurde klar, dass es wichtig ist, das Gesundheitspersonal zu schulen, um mehr Ansprechpartner für Fragen zu Körper und Sexualität während und nach der Therapie zu haben.

Im September 2021 erhielt das Projekt finanzielle Förderung durch die Stiftung krebskranke Kinder, Regio basiliensis, und im Dezember 2021 wurde der «justASKus» Verein mit einem interdisziplinären Team und einer Survivorin gegründet.

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